Paralimni die kleine Gemeinde

– Gemeinde im Südosten

Durch den Fremdenverkehr auf seiner Gemarkung ist Paralimni (12.000 Einwohner) zwar reich geworden, doch in das eigentliche Städtchen, abseits der Küste, verirren sich nur wenige Besucher.
Para ti limni, „am See“, bezieht sich auf ein früher abflussloses Becken zwischen Paralimni und Sotira, das die Winterregen jedes Jahr in einen kleinen See verwandelten. Inzwischen ist die Senke aufgefüllt und größtenteils überbaut, und die für das Landschaftsbild an der Ostküste charakteristischen Windräder sind weitgehend pure Folklore. Die intensive Nutzung des schmalen Streifens fruchtbaren Landes hat den Grundwasserspiegel so weit sinken lassen, dass die Felder nur noch mit Hilfe von Motorpumpen bewässert werden können.

Paralimni

Paralimni rühmt sich des größten Dorfplatzes der Insel. Von zwei Aussichtstürmen kann man durch die wenigen noch offenen Lücken zwischen den Häusern hinüber nach Famagusta spähen; auf der Freilichtbühne zeigen während des alljährlichen Folklorefests Tanzgruppen aus dem In- und Ausland ihr Können. Von den drei Kirchen am Platz reicht die vielfach umgebaute Panagia bis in die fränkische Zeit zurück – damals befand sich hier ein Landgut. Neben der alten Georgskirche (19. Jh.) wurde ein neues, monumentales Gotteshaus errichtet, das ebenfalls dem Drachentöter geweiht ist. Etwas surreal mutet die konservierte Front eines sonst abgerissenen alten Hauses an, durch deren Fensterhöhlen man von der Straße auf ein Freiluftschachfeld blickt.
Bild von Koryakov Yuri – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

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