Episkopi

Entlang der alten Pafos-Landstraße verläuft schon bald nach Limassol eine unsichtbare Grenze. Wer einige Schritte nach Süden tut, verlässt, meist ohne es zu wissen, Zypern und bewegt sich dann auf britischem Boden. Fassbar wird die Welt ihrer Majestät beispielsweise im Kouris-Tal: rechts der Straße öde Macchia, bestenfalls ein Orangenhain, links das „Happy Valley“ mit Polo-Platz, Fußballfeld und Sportanlagen, alles in fettem Grün. Im Kasernenareal von Episkopi halten sich selbst notorische Raser an das Geschwindigkeitslimit. Es gilt der britische Bußgeldkatalog und dessen Strafen sind schmerzhaft. Die kleine Polizeitruppe der SBA steht in dem Ruf, ein profitabler Verwaltungszweig zu sein.

Das Dorf Episkopi selbst liegt wieder auf zyprischem Boden. Lohnenswert, doch nach dem Besuch des Nationalmuseums in Nikosia kein Muss, ist das kleine Archäologische Museum gegenüber der Kirche, in dem die Funde aus Kourion und den bronzezeitlichen Siedlungen Faneromeni und Bambula ausgestellt sind. Spektakulär sind einzig die Skelette einer jungen Familie aus Kourion, die, eng umschlungen, beim großen Erdbeben im Jahre 365 den Tod fand.

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