Coral Bay/Maa

/Maa

Von einer stillen Bucht ist Coral Bay zu einer Feriensiedlung gewachsen. Im Sommer drängen sich hier tagsüber auch die Urlauber aus Pafos am schönsten Strand weit und breit.

Waren es griechisch-stämmige Kolonisten, die vor 3200 Jahren auf dem Kap zwischen der Coral Bay und der benachbarten kleinen Schwester Corallina die bronzezeitliche Siedlung Maa errichteten? Auf der Halbinsel neben dem Luxushotel Coral Beach passiert man zunächst einen Wall aus Steinquadern, der die von 1200-1150 v. Chr. bewohnte Siedlung zur Landseite hin schützte. Dahinter liegen die spärlichen Reste von Häusern und einer Kultstätte. Doch ohne die Erläuterungen eines Reiseführers oder die Hilfe der an der Kasse erhältlichen Broschüre bleibt es schwer, sich das Leben anno dazumal zu vergegenwärtigen.

Einige Kleinfunde sind im am Rande des Geländes ausgestellt. Wandtafeln erklären uns die Handelsbeziehungen der späten Bronzezeit und die Bedeutung des zyprischen Kupfers. Von den abgebildeten Funden hätte man gerne gewusst, wo sich die Originale befinden. Der Rundbau des Museums ist halb im Boden versenkt und geschickt in die Landschaft eingepasst, ein Lichtschacht weist wie eine Kompassnadel aufs Meer hinaus – in Richtung Griechenland, von wo die Siedler von Maa gekommen sein sollen. Das für sich genommen wenig spektakuläre Maa ist damit zugleich eine Gedenkstätte, die den Mythos der dreitausendjährigen Zugehörigkeit Zyperns zum griechischen Kulturraum nährt.

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