Amathous

Bis zur Zerstörung durch Richard Löwenherz war das 12 km östlich von gelegene Amathous der wichtigste Hafen der Insel. Der Mythos schreibt die Gründung Amoutha zu, deren Sohn Kinyras Vater des Adonis und ersten Königs von Zypern gewesen sein soll.

Amathous

Bild by catb / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

Nach einer weiteren Legende soll Theseus, der Bezwinger des Minotaurus, hier seine schwangere Geliebte Ariadne an Land gesetzt haben. Für die Historiker macht diese Sage wenig Sinn: Hatte sich der lange von den Phöniziern beherrschte Stadtstaat doch von allen Gemeinwesen Zyperns am längsten der griechischen „Überfremdung“ widersetzt und als einziger 499 v. Chr. beim griechischen Aufstand gegen die Perser deren Partei ergriffen.

Die Steine des noch im 19. Jahrhundert eindrucksvollen Ruinenfeldes gingen zum Bau der Hafenbefestigungen nach Port Said und Alexandria in Ägypten, ein anderer Teil versank im Meer, wieder andere Bezirke harren noch der Archäologen. Zu sehen sind neben dem Uferweg entlang der Straße die turmähnlichen Reste der Stadtmauer, und in der Unterstadt wurden einige Säulen der Agora wieder aufgerichtet. Auch Gräber sind freigelegt, dazu die Fundamente einer frühchristlichen Basilika. Ein Dach schützt die Trümmer eines Tempels. Auf dem Hügel, bei Sonnenuntergang ein herrlicher Aussichtspunkt, wurde die romantische Ruine des Aphrodite-Tempels ausgegraben.

Bild by catb / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

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